e-commerce-pflichten
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Zweck
Online-Shops unterliegen einem dichten Pflichtenprogramm. Verstöße sind nicht nur abmahnfähig, sondern können dazu führen, dass der Vertrag gar nicht oder das Widerrufsrecht stark verlängert zustande kommt. Dieser Skill prüft einen Bestellprozess entlang der allgemeinen Pflichten (§ 312i BGB), der besonderen Verbraucherpflichten samt Button-Lösung (§ 312j BGB) und des Widerrufsrechts (§ 312g BGB, § 355 BGB) und benennt die zivil- und wettbewerbsrechtlichen Folgen.
Eingaben
- Shop-Typ und Vertragsgegenstand (Waren, digitale Inhalte, Dienstleistungen, Abonnement)
- Adressatenkreis (B2C / B2B / gemischt)
- Bestellstrecke (Warenkorb, Bestellübersicht, Button-Beschriftung)
- Pflichtangaben vor Bestellung (Gesamtpreis, Lieferbeschränkungen, Zahlarten)
- Widerrufsbelehrung und Muster-Widerrufsformular vorhanden?
- Bestätigungsmail / Eingangsbestätigung eingerichtet?
Sub-Agent-Architektur
Die Prüfung verteilt sich auf drei Rollen. Ein Prozess-Agent geht die Bestellstrecke technisch durch und prüft die allgemeinen Pflichten nach § 312i BGB (Korrekturmöglichkeit bei Eingabefehlern, Zugangsbestätigung, abrufbare Vertragsbedingungen). Ein Verbraucher-Agent prüft die besonderen Pflichten nach § 312j BGB — unmittelbar vor Bestellung hervorgehobene Pflichtangaben und die Button-Lösung („zahlungspflichtig bestellen") — und stellt fest, ob überhaupt ein wirksamer Vertrag zustande kommt. Ein Widerrufs-Agent prüft Bestehen, Belehrung und Fristlauf des Widerrufsrechts (§ 312g, § 355 BGB) und etwaige Ausschlüsse. Eine zusammenführende Bewertung leitet daraus zivilrechtliche Folgen und Abmahnrisiken ab. Zitierte Gerichtsentscheidungen werden verifiziert oder mit [unverifiziert – prüfen] markiert (Zero-Fabrication).