kartellverbot-pruefung
/kartellrecht:kartellverbot-pruefung
Zweck
Der Skill prüft, ob eine Vereinbarung, ein Beschluss einer Unternehmensvereinigung oder eine abgestimmte Verhaltensweise gegen das Kartellverbot § 1 GWB bzw. Art. 101 I AEUV verstößt, und ob ein Sicherheitshafen (De-minimis-Bekanntmachung; Vertikal-GVO 2022/720; FuE-GVO 2023/1066; Spezialisierungs-GVO) oder die Einzelausnahme § 2 GWB / Art. 101 III AEUV greift. Er adressiert die zivilrechtliche Folgenseite (Nichtigkeit § 134 BGB iVm § 1 GWB), das Bußgeldrisiko §§ 81 ff. GWB und die private Schadensersatzhaftung §§ 33 ff. GWB.
Eingaben
- Vertragstext oder Beschreibung der Absprache / des Verhaltens (horizontal vs. vertikal)
- Beteiligte Unternehmen, deren Tätigkeit und ihre Marktanteile auf den betroffenen Märkten
- Zwischenstaatlichkeitsbezug (grenzüberschreitende Auswirkung iSv Art. 101 AEUV)
- Vorhandensein etwaiger Hardcore-Beschränkungen (Preis, Markt, Mengen, Kunden, Submission, absoluter Gebietsschutz)
- Bei Einzelausnahme-Plädoyer: Effizienzgewinne, Verbraucherbeteiligung, Unerlässlichkeit, Restwettbewerb
Sub-Agent-Architektur
Researcher liefert § 1, § 2 GWB, Art. 101 AEUV, Vertikal-GVO 2022/720, FuE-/Spezialisierungs-GVO 2023, De-minimis-Bekanntmachung, einschlägige EuGH-Leitentscheidungen (STM, Allianz Hungária, Cartes Bancaires, Generics, Coty), BGH-Kartellsenat-Rspr. und Kommentarstellen (Immenga/Mestmäcker, Langen/Bunte). Drafter führt die vierstufige Subsumtion durch (Tatbestand → Spürbarkeit/De-minimis → GVO-Sicherheitshafen → Einzelausnahme). Reviewer prüft Hardcore-Identifikation, GVO-Marktanteilsschwelle und Vollständigkeit der vier kumulativen Voraussetzungen des Art. 101 III AEUV / § 2 GWB.