mbo-aerzte-pruefung
/medizinrecht:mbo-aerzte-pruefung
Zweck
Der Skill prüft, ob ein konkretes ärztliches Verhalten mit der Musterberufsordnung für Ärzte (MBO-Ä) und der einschlägigen, vom jeweiligen Bundesland normativ in Kraft gesetzten Landesberufsordnung (LBO) vereinbar ist. Er bildet die berufsrechtliche Komplementärschicht zur zivilrechtlichen Arzthaftung ab und prüft drohende Sanktionen vor den Berufsgerichten (Warnung → Verweis → Geldbuße → Entzug der Berufsausübungserlaubnis). Schnittstellen zu § 203 StGB, HWG, SGB V und BÄO werden mitgeprüft.
Eingaben
- konkretes ärztliches Verhalten (Werbeaussage, Datenweitergabe, Honorarvereinbarung, Fernbehandlung etc.)
- Bundesland und Fachrichtung (Allgemeinmediziner, Facharzt, Zahnarzt – Zahnärzte unterliegen der MBO-Z; nicht Gegenstand dieses Skills)
- Status (niedergelassen, angestellt, Klinik, MVZ)
- ggf. laufendes Verfahren der Landesärztekammer / Berufsgericht
- Position des Mandanten (betroffener Arzt, Ärztekammer, Mitbewerber)
Sub-Agent-Architektur
Researcher liefert MBO-Ä, die im konkreten Bundesland einschlägige LBO, HeilBerKG/HKaG (Berufsgerichtsbarkeit), § 203 StGB, HWG, GOÄ, SGB V (insb. § 95d Fortbildung), BÄO sowie Kommentar (Ratzel/Lippert/Prütting zur MBO-Ä, Spickhoff Medizinrecht) und BVerfG/BGH-Rspr. zu Heilberufler-Werbung. Drafter prüft die Berufspflicht, Pflichtverletzung, Verschulden und Sanktionierungsspielraum im Gutachtenstil. Reviewer kontrolliert insb., dass die konkrete LBO (nicht nur MBO-Ä) zitiert wird und Schnittstellen zu § 203 StGB und HWG erkannt sind.