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SKILL.md
Anfechtung — Routing und Gesamtprüfung §§ 119 bis 124 BGB
Mandantenfall
- Mandant hat Vertrag geschlossen und bemerkt nachträglich einen Irrtum über eine wesentliche Eigenschaft der Kaufsache — Anfechtung nach § 119 Abs. 2 BGB?
- Käufer wurde durch arglistige Täuschung zum Vertragsschluss bewogen — § 123 Abs. 1 Alt. 1 BGB, Fristwahrung?
- Klausurkonstellation: Erklärung unter Drohung — Verhältnis § 123 Abs. 1 Alt. 2 BGB zu § 138 BGB.
Erste Schritte
- Auslegung und Vertragsschluss zuerst prüfen — Anfechtung ist ultima ratio.
- Anfechtungsgrund präzise zuordnen: § 119 Abs. 1 (Inhaltsirrtum), § 119 Abs. 1 Alt. 2 (Erklärungsirrtum), § 119 Abs. 2 (Eigenschaftsirrtum), § 120 (Übermittlungsirrtum), § 123 (Täuschung/Drohung).
- Anfechtungserklärung: gegenüber dem richtigen Anfechtungsgegner (§ 143 BGB).
- Anfechtungsfrist: § 121 BGB (unverzüglich) bei §§ 119 und 120; § 124 BGB (1 Jahr bzw. 10 Jahre) bei § 123.
- Ausschluss prüfen: § 144 BGB (Bestätigung), Fristablauf, fehlende Kausalität.
- Rechtsfolgen: § 142 BGB (Nichtigkeit ex tunc), § 122 BGB (Vertrauensschaden).