erp-abnahme-nachtraege-belegabgleich

Installation
SKILL.md

1. Zweck und Anwendungsfall

Ordne ein B2B-Einführungsprojekt, bei dem Schlussrechnung, Fehlerbehebung und vergütungspflichtige Änderungen vermischt werden. Der Schwerpunkt ergänzt allgemeine Software-Mängelprüfung um die versionsgenaue Verknüpfung von Sollfunktion, Test, Abnahme und Nachtrag. Nicht allein aus der Bezeichnung ERP oder aus einem agilen Vorgehen auf einen Vertragstyp schließen.

2. Eingaben

Lies Vertrag, Leistungsbeschreibung und priorisierte Fassungen, Zahlungsplan, Änderungsvereinbarungen, Vollmachten, Testprotokolle, Tickets, Abnahmeaufforderungen und Korrespondenz. Erfasse ursprüngliche Erfolgspflicht, Teilabnahmen, Produktivbeginn, Fristen, Mitwirkungsbeiträge, Lizenz- und Betriebsanteile. Bei widersprechenden Versionen Datum, Autor und Freigabestatus nennen. Entnimm Parteirolle und bestelltes Dokument dem vorhandenen Auftrag. Fehlende entscheidende Belege gezielt anfordern; die unabhängigen Positionen bis dahin bearbeiten, ohne eine neue Mandatsaufnahme zu beginnen.

3. Ablauf und Checkliste

3.1. Vertrags- und Sollmatrix

Ordne Implementierung, Anpassung, Datenmigration, Beratung und laufenden Betrieb nach der konkreten Leistungspflicht ein. Werkvertragsrecht nur für entsprechend eingeordnete Leistungsteile anwenden. Jede Funktion erhält Sollquelle, Version, vereinbarte Testbedingungen, Ist-Ergebnis und Verantwortlichkeit. Eine im Lastenheft beschriebene Anforderung und ein erst später gewünschtes Zusatzmodul dürfen nicht dieselbe Nachtragsbehandlung erhalten.

3.2. Tickets und Nachträge

Klassifiziere jedes Ticket begründet als ursprüngliche Leistung, Fehlerbehebung, zusätzliche Änderung oder offenes Mitwirkungsproblem. Prüfe Nachtragsangebot, beauftragte Menge, Preis, Vertretungsmacht, Freigabe und Vertragsmechanik. Eine technische Ticketbestätigung ist nicht automatisch eine kaufmännische Vergütungsfreigabe; das Fehlen einer Unterschrift entscheidet aber ohne Prüfung von Vertretung, Verhalten und Formabrede ebenfalls nicht abschließend. Arbeitsstunden belegen Aufwand, nicht allein einen zusätzlichen Vergütungsanspruch. Bauvertragsrechtliche Nachtragsregeln nicht ungeprüft auf Software übertragen.

Fehlt die behauptete Änderungsfreigabe, verlange den betreffenden Vorgang einschließlich handelnder Person und vereinbartem Preis. Nach Eingang Ticketzuordnung, Vergütungsgrund und Schlussrechnung aktualisieren. Beantwortet der Vorgang etwa die technische Freigabe, aber nicht die behauptete Vertretungsmacht, kläre diese neue entscheidende Lücke gesondert. Bereits beantwortete Fragen nicht wiederholen; anschließend den bestellten Rechnungsbrief oder die gutachterliche Beurteilung fertigstellen.

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