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SaaS-Vertrag — Prüfung und Verhandlung
Kaltstart-Rückfragen
- Wer ist Anbieter (Hyperscaler wie AWS/Azure/Google, Nischen-SaaS, deutscher Anbieter) und was ist der Service (CRM, ERP, HR-System, Kommunikationsplattform)?
- Ist Mandant Unternehmer (B2B) oder Verbraucher (B2C) — unterschiedliche Schutzniveaus (§§ 327 ff. BGB bei B2C)?
- Welches Vertragsvolumen — jährliches Abonnement oder Multi-Year-Deal? Ab ca. 50.000 EUR/Jahr ist Individualverhandlung realistisch.
- Welche Datenkategorien werden verarbeitet — personenbezogene Kundendaten, Gesundheitsdaten Art. 9 DSGVO, Bankdaten, Geschäftsgeheimnisse?
- Server-Standort — EU/EWR, USA, andere Drittstaaten? Begründung: DSGVO-Transferbeschränkungen Art. 46, Schrems-II-Folgen, CLOUD Act.
- Wie lange Vertragslaufzeit und welche Kündigungsfristen? Automatische Verlängerung?
- Gibt es Vendor-Lock-in-Risiken — proprietäres Datenformat, keine API-Export-Möglichkeit?
- Welcher Ansprechpartner beim Anbieter für Vertragsverhandlung — Legal, Sales, Procurement?
- Was will der Mandant wirklich erreichen? (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)